MRCC Bremen - Maritime Rescue Coordination Centre

Brandbekämpfung

Brandbekämpfung auf Schiffen (auf See und im Hafen) und Rettung von Menschen aus Seenot sind in vielen Fällen gekoppelt. Das bedeutet unter Umständen: erst Brandbekämpfung, dann Rettung.

Die DGzRS hat daher die ihr vom BMV übertragene Mitwirkung beim verkehrsbezogenen Brandschutz im Küstenbereich in ihren Aufgabenbereich integriert. Die entsprechende Vereinbarung wurde mit der Maßgabe geschlossen, dass ein Feuerlöscheinsatz möglich ist, sofern

  1. kein SAR-Fall vorliegt und
  2. die Koordinierung durch die Feuerwehr erfolgt.

Wegen der in der Zahl begrenzten Besatzungsmitglieder, die nicht als Feuerwehrleute ausgebildet sind, beschränkt sich die Brandbekämpfung und / oder die Unterstützung der Feuerwehren auf folgende Maßnahmen:

  1. Bereitstellung von großen Mengen Löschwasser über Monitore, Pumpen, Leitungen, Schläuche und Verteiler
  2. Löschen auf große Distanz, Kühlen der Außenhaut bei Schiffsbränden
  3. Aufnahme von Feuerwehrleuten und technischem Gerät an Bord, um gemeinsam die Brandbekämpfung durchzuführen.

Dabei gilt grundsätzlich:

  • Kein Besatzungsmitglied des Seenotkreuzers verlässt während der Brandbekämpfung das eigene Schiff.
  • Der Feuerlöscheinsatz wird unter Koordinierung von spezialisierten und in der Brandbekämpfung erfahrenen Feuerwehrleuten durchgeführt.
  • Die Sicherheit der eigenen Besatzung hat grundsätzlich Vorrang.
  • Kein ungeschütztes Einlaufen in unsichere und gefährliche Atmosphären ohne Gasschutzbetrieb.

Das Training der Besatzung der Seenotkreuzer wird bei der Sonderstelle für Schiffssicherung in Neustadt / Holstein durchgeführt. Enge Zusammenarbeit und Übungen mit den Feuerwehren vor Ort vervollständigen die Ausbildung.

Die Feuerlöscheinrichtungen der SAR-Einheiten der DGzRS sind unterschiedlich und abhängig von ihrer Größe.