MRCC Bremen - Maritime Rescue Coordination Centre

Allgemeines

Für die Sicherheit des menschlichen Lebens auf See enthalten die bekannten internationalen Abkommen sowie die entsprechenden nationalen Gesetze und Verordnungen (s. Abschnitt 1.2.) grundsätzliche Bestimmungen.

Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland soll der vorliegende SAR-Plan der DGzRS diese Bestimmungen ergänzen, mit dem Ziel, die Sicherheit auf See weiter zu erhöhen und die Durchführung von Such- und Rettungsaufgaben bei Seenotfällen von See- und Luftfahrzeugen in den vom Bundesministerium für Verkehr festgelegten Seegebieten der Bundesrepublik Deutschland zu erleichtern.

Der SAR-Dienst auf See in der Bundesrepublik Deutschland, der DGzRS vom BMV übertragen, beeinhaltet:

  1. Durchführung des Such- und Rettungsdienstes auf See
    (Vereinbarung BMV, 11.03.82)
  2. Koordinierung des Such- und Rettungsdienstes auf See durch die Seenotleitung (MRCC) Bremen
    (Vereinbarung BMV, 11.03.82)
  3. Überwachung der UKW-Kanäle 16 und 70 für Not- und Sicherheitszwecke sowie Durchführung des Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsfunkverkehrs auf UKW im deutschen SAR- Bereich.
    (Übertragung durch das BMV vom 07.11.96)
  4. Unterstützung des militärischen SAR-Dienstes bei SAR-Einsätzen für Luftfahrzeuge sowie Wahrnehmung der Aufgaben einer Bereichssuchstelle
    (Verfügung BMV, 08.08.53, Verwaltungsvereinb. BMV / BMVg Sept.1969)
  5. Evakuierung von Schwerkranken und Schwerverletzten an Bord von Schiffen auf See sowie die Veranlassung sofortiger medizinischer Hilfe
    (Briefwechselvereinbarung BMV / DGzRS, 16./21.01.96)
  6. Vereinbarung mit dem Havariekommando
  7. Mitwirkung beim verkehrsbezogenen Feuerschutz im Küstenbereich im Rahmen rettungsdienstlicher und technischer Möglichkeiten
    (Briefwechselvereinbarung BMV, Mai 1987)
  8. Auftrag im Sinne der Genfer Konvention
    (Der Bundeskanzler, 18.03.64)

Schwerpunktmäßig ergeben sich für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger nachstehend aufgeführte Zielsetzungen und Aufgaben:

  1. Rettung von Menschenleben aus Seenot
  2. Koordinierung aller Maßnahmen im Seenotfall und bei Hilfeleistungen innerhalb des deutschen SAR-Bereichs
  3. Überwachung der UKW-Kanäle 16 und 70 für Not- und Sicherheitszwecke sowie Durchführung des Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsfunkverkehrs auf UKW im deutschen SAR- Bereich.
  4. Durchführung von Sicherungsaufgaben für gefährdete Schiffe und deren Besatzungen
  5. Hilfe bei der Befreiung von Besatzungen von See- und Luftfahrzeugen aus unmittelbarer Gefahr
  6. Transport von Kranken und Verletzten einschließlich Gewährung von erweiterter Erster Hilfe und Erstversorgung von Unfallpatienten
  7. Durchführung jeglicher Tätigkeiten, die drohende Not- und Unglücksfälle zu verhüten helfen
  8. Unterstützung deutscher Schiffe oder deutscher Besatzungen bei Notfällen im Ausland
  9. Unterstützung der Feuerwehren bei der Brandbekämpfung im Rahmen der Möglichkeiten
  10. Unterstützung des Havariekommandos bei komplexen Schadenslagen.