MRCC Bremen - Maritime Rescue Coordination Centre

Verordnung über die Sicherung der Seefahrt

In der Verordnung über die Sicherung der Seefahrt in der Fassung vom 27. Juli 1993 (BGBl. I S.1417), zuletzt geändert durch Artikel 4 der Vierten Verordnung zur Änderung seeverkehrsrechtlicher Vorschriften vom 24. Juni 1997 (BGBl. I S. 1539) heißt es:

§ 5

Hilfeleistung in Seenotfällen

(1) Ein Schiffsführer oder sonst für die Sicherheit Verantwortlicher eines auf See befindlichen Schiffes, dem gemeldet wird, daß Menschen sich in Seenot befinden, hat ihnen mit größtmöglicher Geschwindigkeit zu Hilfe zu eilen und ihnen oder dem betreffenden Such- und Rettungsdienst nach Möglichkeit hiervon Kenntnis zu geben. Den Anordnungen der Stellen, die sich gegenüber dem Schiffsführer oder sonst für die Sicherheit Verantwortlichen als die mit der Koordinierung von Suche und Rettung in Seenotfällen nach Kapitel II der Anlage zum Internationalen Übereinkommen über den Such- und Rettungsdienst auf See vom 6. November 1979 (BGBl. 1982 II S. 485) beauftragten Organisationen zu erkennen geben, ist Folge zu leisten.

(2) Ist ein Schiffsführer oder sonst für die Sicherheit Verantwortlicher zur Hilfeleistung außerstande oder erweist sich die Hilfeleistung auf Grund besonderer Umstände als nicht erforderlich, so hat er dies unter Angabe der Gründe in das Schiffstagebuch einzutragen, soweit er zur Führung eines solchen verpflichtet ist, und den betreffenden Such- und Rettungsdienst entsprechend zu unterrichten, wobei er die im Handbuch für Suche und Rettung (MERSAR) in seiner jeweils neuesten Fassung beschriebenen Empfehlungen der Internationalen Seeschiffahrts-Organisation zu berücksichtigen hat. Dies gilt auch, wenn dem Schiffsführer oder sonst für die Sicherheit Verantwortlichen von den in Not befindlichen Personen oder dem Führer eines Schiffes, das diese Personen erreicht hat, mitgeteilt wird, daß der Beistand seines Schiffes nicht mehr erforderlich ist.