MRCC Bremen - Maritime Rescue Coordination Centre

Search and Rescue (Radar) Transponder - (SART)
Radartransponder zum Einsatz bei Suche und Rettung

Zu den funktechnischen Rettungsmitteln im GMDSS gehören auch die sog. Radartransponder. Ein SART ist eine Radarantwortbake, vergleichbar mit den RACONs bei Seezeichen. Sie erleichtern im Seenotfall die Radarsuche.

Der SART arbeitet im 9 GHz-Bereich und sein Antwortsignal ist daher nur bei Verwendung entsprechender Radargeräte sichtbar (X-Band / 3 cm). Der Radartransponder antwortet auf Schiffs- oder Flugradar durch Darstellung einer Linie von 12 Punkten auf dem Bildschirm, wenn er vom Radar eines Schiffes oder Luftfahrzeuges in diesem Frequenzbereich angesprochen wird (s. Abb. unten). Diese Linie erstreckt sich über 8 sm, gemessen von der Position des SART auf dem Peilstrahl in Richtung des Bildschirmrandes. Dieses unverwechselbare Signal ist leicht zu erkennen und es ermöglicht eine Zielfahrt bzw. einen Zielanflug auf das Suchobjekt.

Der SART zeigt dem Benutzer sichtbar und hörbar an, wenn er eingeschaltet ist, und gibt eine Signalabfrage durch ein fremdes Radargerät zu erkennen.

Die Entfernungen, bei denen ein Radartransponder anspricht, betragen bei:

Schiffsradar - Antennenhöhe 15 m : ca. 5-10 Seemeilen
Flugradar - Flughöhe 2.500 m : ca. 30 Seemeilen



Darstellung eines SART-Signals auf dem Radarschirm